Konstantin Filtschew WebLog

Der tägliche IT-Wahnsinn

HOWTO: Tomcat5.5 unter Debian Lenny (SID wird identisch sein) installieren

Linux ist einfach, aber ab und an gibt es Schwierigkeiten und so wollte Tomcat5.5 nicht so wie ich wollte. Deswegen schreibe ich hier kurz die Schritte auf, um Tomcat zum Laufen zu überreden. Diese Howto ist nur ein einfacher Einstieg und deckt nicht Sicherheitsmerkmale für den öffentlichen Betrieb ab.

1. Zuerst sollte man eine SUN JRE und JDK installieren. Welche Version bleibt jedem selber überlassen. Deswegen zwei Beispiele:

Folgende Einträge werden in der /etc/apt/sources.list benötigt:

# in non-free sind die Sun-Java Pakete drin
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ etch main non-free contrib

#Sicherheitsaktualisierungen für alle möglichen Pakete direkt von Debian
deb http://security.debian.org/ etch/updates main non-free contrib

Wer hinter einem Proxy sitzt, der schaut sich bitte die folgenden Informationen an: http://debiananwenderhandbuch.de/apt.conf.html

Welche Quelle (Mirror-Server) ihr nutzt, ist euch überlassen. Am Ende müssen nur die Schlüsselwörter “main non-free contrib” vorhanden sein, sonst werden die Pakete nicht gefunden.

Java 6 JRE und JDK (empfohlen für Entwickler):

apt-get install sun-java6-jre sun-java6-jdk

oder Java 5 JRE und JDK (empfohlen für Produktivsysteme):

# apt-get install sun-java5-jre sun-java5-jdk

2. Dann sollte man zu der jeweiligen Version von java und javac umschalten:

update-alternatives --config java
update-alternatives --config javac

Bitte darauf achten, dass hier zwei Minuse vor “config” kommen!

und anschließend die Versionen prüfen:

java -version

und

javac -version

3. JAVA_HOME muss gesetzt sein, sonst findet Tomcat die JAVA Umgebung nicht. Dafür habe ich in die Datei /etc/bash.bashrc den folgenden Eintrag eingefügt:

# Setup Jave environment 6
export JAVA_HOME=/usr/lib/jvm/java-6-sun/

oder:

# Setup Jave environment 5
export JAVA_HOME=/usr/lib/jvm/java-5-sun/

4. Kurz abmelden und sich wieder als root anmelden.

5. Jetzt kann man Tomcat installieren:


apt-get install tomcat5.5 tomcat5.5-admin tomcat5.5-webapps

6. Prüfen ob alles erfolgreich verlaufen ist indem man im Browser die folgende Seite aufruft:

http://localhost:8180

Die Zugangsdaten für den Tomcat-Administrator sind in der folgenden Datei zu finden:

$TOMCAT_HOME/etc/tomcat-users.xml

Ich hoffe diese HOWTO wird jemanden helfen – für mich ist es eine super Erinnerungshilfe!

Konstantin

Java Virtual Machine JRE oder JDK unter Debian (Lenny / Sid) ändern

Was unter Gentoo java-config macht, existiert unter Debian auch und funktioniert so:

Für die Java Runtime Environment:
update-alternatives --config java

Für den Java Development Kit (JDK):
update-alternatives --config javac

Damit kann man bequem Änderungen durchführen.

Konstantin

Lobet den Admin Day

Lobet alle Admins dieser Welt, die dafür sorgen, dass die Netzwerke, Server und das Internet funkzioniert. Über ein kleines Geschenk freut sich jeder und besonders die Leute, die sonst nie gedankt kriegen und das “Funkzionieren” einfach vorausgesetzt wird.

Bin auch admin, aaaahmen! Alsoooo wo ist mein Geschenk?

Amazon Wunschliste

…..

Konstantin

Evolution Rechtschreibprüfung aktivieren – was wird benötigt?

Ich musste wieder mal ein neues System installieren und suchen warum die Rechtschreibprüfung nicht geht.

Folgende Pakete (Debian Etch bzw. Lenny) werden benötigt, damit es funktioniert:

# apt-get install gnome-spell aspell aspell-en aspell-de

Das Problem lag natürlich bei “gnome-spell” – wer denkt schon daran, wenn “aspell” schon installiert ist.

Diese Erinnerung hilft mir das nächste Mal und hoffentlich auch jemand anders!

Gruß

Konstantin

Partitionen mit “dd” unter Linux sichern und auch mal per ssh über das Netzwerk

Wieder eine tolle Aufgabe, die in Linux mit Leichtigkeit zu erledigen ist.

Will man eine Partition mit “dd” sichern(bit für bit spiegeln), dann geht es auf die folgende Art und Weise:

# dd if=/dev/hda1 of=/def/hdb1
oder für die ganze Festplatte:
# dd if=/dev/hda of=/def/hdb

Der Nachteil liegt darin, dass man keinen Fortschritt sieht. Dafür habe ich aber ein paar Vorschläge (buffer installieren: aptitude install buffer):
# dd if=/dev/hda1 | buffer -s 64k -S 10m | dd of=/dev/hdb1
oder
# dd if=/dev/hda1 | pv | dd of=/dev/hdb1
Dafür muss man aber pv installieren(unter Debian: apt-get install pv).

Das Gleiche geht natürlich auch in ein Image(mit Anzeige):
# dd if=/dev/hda1 | buffer -s 64k -S 10m > image
oder mit dem Tool “dd_rescue” falls verfügbar.
Oder das ganze mal verpackt:
# dd if=/dev/hda1 | buffer -s 64k -S 10m | gzip -c > image.gz

Um das ganze über Netzwerk zu betreiben stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
In ein Image:
# dd if=/dev/hda1 | pv | ssh user@host “cat > ~/image”
oder mit “buffer”:
# dd if=/dev/hda1 | buffer -s 64k -S 10m | ssh user@host “cat > ~/image”

oder auch mal mit Verpacken:
# dd if=/dev/hda1 | pv| gzip -c | ssh user@host “cat > ~/image.gz”
oder mit “buffer”:
# dd if=/dev/hda1 | buffer -s 64k -S 10m | gzip -c | ssh user@host “cat > ~/image.gz”

Um die Images auf eine Partition einzuspielen tut man das Folgende:
# dd if=image of=/dev/hdb1
oder mit Anzeige:
# dd if=image | pv | dd of=/dev/hdb1
oder
# dd if=image | buffer -s 64k -S 10m | dd of=/dev/hdb1

Natürlich kann man das verpackte Image auch entpacken:
# gunzip -c image.gz | pv | dd of=/dev/hdb1
oder
# gunzip -c image.gz | buffer -s 64k -S 10m | dd of=/dev/hdb1
Oder direkt auf die Partition schreiben mit(benötigt root-Rechte):
# dd if=/dev/hda1 | pv | ssh root@host “dd of=/dev/hdb1″
oder mit “buffer” (muss vorher mit “aptitude install buffer” installiert werden):
# dd if=/dev/hda1 | buffer -s 64k -S 10m | ssh root@host “dd of=/dev/hdb1″

Falls ihr noch ein paar hilfreiche Empfehlungen habt oder irgendwas falsch sein sollte, dann bitte melden, thx! Es sind bereits einige Kommentare zu dem Thema eingegangen und dafür danke ich den Schreibern.

Konstantin

Debian auf Englisch mit Anpassungen für Betrieb in Deutschland

Die Anpassungen für den Betrieb sind wegen Kodierung von Umlauten und z.B. Papiergröße usw. nötig. Mir liegt es sehr viel daran, dass die Ausgaben und die MAN-Pages auf Englisch bleiben, da die Übersetzung oft sehr ungewohnt ist. Ich entschuldige mich schon mal vorab bei den Übersetzern, aber ich mag es halt lieber auf Englisch. ;)

1. locales für Englisch(US) und Deutsch(DE_DE) anpassen:

# sudo dpkg-reconfigure locales

und die folgenden Einstellungen wählen:
de_DE.ISO8859-1
de_DE.UTF-8
en_US.ISO8859-1
en_US.UTF-8

In der Environment-Datei die gewünschte Umgebung wählen:

# vi /etc/environment

und die folgenden Einträge einfügen:
# Das System sollte englisch bleiben
LC_ALL=en_US.UTF-8
LANGUAGE=en_US.UTF-8
LANG=en_US.UTF-8

Die Einstellungen für Währung und Zeit sollten Deutsch bleiben, sonst kommt man durcheinander:
# vi /etc/default/locale

# Sprache Englisch und der Rest Deutsch
LANG=en_US.UTF-8
LC_PAPER=de_DE.UTF-8
LC_NUMERIC=de_DE.UTF-8
LC_MONETARY=de_DE.UTF-8

Als letzten Schritt müssten man sich ausloggen oder den Rechner neustarten(für Faule), dann sind die Einsellungen übernommen.

Quellen:

Sicherheitslücken patchen “the T-Com way”

T-Com versucht den Fehler in ungepatchten Router Speedport W700V auf eine neue Art und Weise zu schließen, indem sie den Port 8085 schließen. Der Port 8085 wird für den Fernzugriff auf den Router verwendet. Ein Fehler in der Software ermöglichte die Aktivierung des Fernzugriffs ohne Erlaubnis des Nutzers.
Durch diese Maßnahme ist die Benutzung des Ports 8085 für t-online Kunden nicht mehr möglich. Da wir bekanntermaßen 65534 Ports für die Nutzung frei haben, hat die T-Com noch 65533 möglichkeiten ihre Sicherheitslücken zu schließen, um “Sicherheit” zu bieten. :P

Quellen und weitere Hinweise:

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