Konstantin Filtschew WebLog

Der tägliche IT-Wahnsinn

HOWTO: Android 2.2 Codename Froyo auf dem Google/HTC Nexus One installieren

An dieser Stelle berichte ich kurz, wie ich Android 2.2 Codename Froyo auf meinem Nexus One installiert haben. Das ist die manuelle Installation und nicht über den Google Update Dienst. Wer noch warten möchte, der kann gerne auf die bequemere Update-Möglichkeit von Google warten.

Das aktuelle Update kannst du hier bei Google runter laden:
http://android.clients.google.com/packages/passion/signed-passion-ota-42745.dc39ca1f.zip

Die Installation (HOWTO) sieht wie folgt aus:

  1. Das Update bei Google runterladen:
    http://android.clients.google.com/packages/passion/signed-passion-ota-42745.dc39ca1f.zip
  2. Die ZIP-Datei mit dem Update auf die SD-Karte kopieren und ihr den Namen update.zip geben. Das habe ich mit dem adb-Befehl gemacht: “adb push signed-passion-ota-42745.dc39ca1f.zip /sdcard/update.zip”
  3. Das Telefon ausschalten und warten, bis es ganz aus ist.
  4. Den Trackball (Kugel) festhalten und dann den Einschaltknopf drücken. Anstatt dem üblich Nexus One “X” erscheint an dieser Stelle ein weißer Bildschirm mit 3 Androids auf Skateboards am unteren Bildschirmrand.
  5. An dieser Stelle einfach mit dem Einschaltknopf die Option Bootloader bestätigen. (Außerhalb der Touch-Welt musst du auf dem Android mit den Lautstärke-Tasten (Volume) nach oben und unten navigieren und mit dem Einschaltknopf bestätigen)
  6. Auf dem nächsten Bildschirm Recovery mit dem Lautstärke-Tasten auswählen und mit dem Einschaltknopf bestätigen. Das Telefon startet darauf neu und geht in den Recovery-Modus.
  7. Auf dem Bildschirm erscheint der Android-Robot und ein Ausrufezeichen. Um den Recovery-Modus freizuschalten, muss du an dieser Stelle den Einschaltknopf und Lautstärke lauter (nach oben) gleichzeitig drücken. Einfach so lange probieren, bis der nächste Bildschirm zu sehen ist.
  8. Mit den Lautstärke-Tasten den Punkt Apply sdcard:update.zip auswählen und mit dem Einschaltknopf bestätigen.
  9. Jetzt zurück lehnen und warten, bis das Update durchgelaufen ist. Das wird ein bisschen dauern.

So einfach war das und jetzt viel Spass mit dem neuen Android 2.2 Codename Froyo!

Apples Entscheidung über das Ausschließen von intermediate languages technisch-rational betrachtet

Als erstes weise ich ganz klar darauf hin, dass ich weder bei Apple arbeite, noch Apple mich bezahlt, ich “Apple verrückt” bin oder mit Apple in Beziehung stehe. Ich versuche lediglich die Entscheidung von Apple bezüglich “intermediate languages” aus der technisch-rationalen Sicht zu betrachten.  Alle meine Überlegungen könnten total falsch sein, aber ich finde die Betrachtung von der anderen Seite durchaus wichtig.  Vor allem finde ich es sehr schade, dass kaum jemand die Entscheidung von Apple aus der anderen Sicht beleuchtet, sondern sich alle sofort über die neuen Regeln beschweren.

Dieser Blogeintrag handelt von dem folgenden Absatz aus den AGBs von dem Apple SDK für Iphone OS 4.0:

3.3.1 — Applications may only use Documented APIs in the manner prescribed by Apple and must not use or call any private APIs. Applications must be originally written in Objective-C, C, C++, or JavaScript as executed by the iPhone OS WebKit engine, and only code written in C, C++, and Objective-C may compile and directly link against the Documented APIs (e.g., Applications that link to Documented APIs through an intermediary translation or compatibility layer or tool are prohibited).

Ich übersetze die wichtigsten Stellen frei ins Deutsche (keine Garantie für Richtigkeit): “Anwendungen dürfen nur  die dokumentierten APIs verwenden, wie es von Apple angedacht war und dürfen keine privaten APIs benutzen. Nur mit C, C++ und Objective-C  erstellte und gegen die dokumentierte APIs von Apple kompilierte Anwendungen sind zugelassen. Alle zwischenkompilierten Anwendungen, Kompatibilitätslayer oder Werkzeuge, die nicht direkt auf die dokumentierten APIs von Apple zugreifen, sind verboten und damit erstellte Programme werden nicht in den Apple Apps Store zugelassen”.

Diese Entscheidung hat erhebliche Auswirkungen für Entwickler, die nicht direkt für Apples Plattform gegen Apples dokumentierten APIs entwickeln. Vor allem wird diese Entscheidung auf  Adobes Flash CS5 zielen, das genau diese Möglichkeit für Flash Programme bietet. Mit der Adobe Flash CS5 soll es möglich sein, Flash-Anwendungen in Apples iPhone und iPad Anwendungen “umzuwandeln”. Ich möchte jetzt nicht auf Adobe, die Flash Technologie und den Krieg zwischen Adobe und Apple eingehen. Gründe für die Entscheidung gegen Flash habe ich bereits in einem älteren Artikel rational betrachtet: Fehlendes Multitasking und Flash sind ein missverstandenes Feature auf dem IPad!

Wir stellen uns jetzt mal vor, Apple würde die Entscheidung gegen “intermediate languages” nicht treffen und Adobes Flash CS5 erscheint auf dem Markt. Das wird vermutlich dazu führen, dass viele Entwickler ihre in Flash erstellten Programme mit den neuen Werkzeugen von Adobe in iPhone, iPod und iPod Anwendungen “umwandeln”. Dadurch wären jetzt viele Flash Anwendungen für den Apple Apps Store verfügbar.

Jetzt stellen wir uns mal vor, das wären 3 Millionen Anwendungen, die von Flash auf Apples Plattform umgewandelt werden. Diese Zahl habe ich jetzt mal frei aus der Luft gegriffen und das ist eigentlich nicht so wichtig. Wir können davon ausgehen, dass es nicht wenige Anwendungen sein werden und vermutlich Millionen wären. Vor allem werden viele Flash Spiele auf das iPhone und das iPad auf diese Weise portiert. Das könnte von der einen Seite Apple ganz gut gefallen. Steve Jobs könnte dann sagen: “Hey Google, wir hatten gestern 180.000 Anwendungen in unserem Apps Store und Heute haben wir 3.180.000. Versucht das mal mit Android aufzuholen!” Aber Apple hat sich anders entschieden und dafür habe ich versucht in den folgenden Absätzen rationale Gründe zu finden.

Ich möchte jetzt die 3 Millionen einfach auf andere Technologie “umgebogenen” Anwendungen betrachten, wenn auch nicht alle Aussagen für alle Anwendungen stimmen müssen. Fast alle alten Flash-Anwendungen wurden für die Mausbedienung entwickelt. Das führt dazu, dass die Schaltflächen (Knöpfe, etc.) in den Anwendungen nicht für Fingerbedienung ausgelegt sind. Dadurch werden kleine Elemente in den Anwendungen mit dem Finger nur mühsam oder kaum bedienbar sein. Alle mit Tastatur gesteuerten Anwendungen (z.B. Spiele) müssten auf dem Bildschirm ein visuelles Steuerkreuz oder was Ähnliches erhalten, mit dem die Anwendungen gesteuert werden. Ich gehe eigentlich 100%ig davon aus, dass diese Anwendungen sehr schlecht per Finger zu bedienen sein werden und nicht den Erwartungen der Nutzer für per Finger bedienbaren Geräte entsprechen werden. Dadurch erhält zwar Apple 3 Millionen zusätzliche Anwendungen in dem Apple Apps Store, aber sie werden den Wünschen und den Konzepten dieser Geräte auf keinen Fall gerecht werden. Ich rede hier ganz klar von Anwendungen, die nicht an die Konzepte der neuen Technologie angepasst wurden und nicht von neu entwickelten Anwendungen in “intermediate languages” für Apples Plattform. Eine Möglichkeit andere Programmiersprachen für neue Anwendungen zu nutzen sehe ich als sehr sinnvoll und benutze sie selber für die Java Virtual Machine (JVM).

Siehe auch das folgende Beispiel im Youtube Video (ein gutes Beispiel für Neukonzipierung):

oder Farmville direkt über Flash auf dem Nexus One (ich nenne es “Scrollmeisterschaft”):

Jetzt betrachten wir das Einreichen der 3 Millionen Anwendungen für die Anwendungsprüfer bei Apple. Auf ein Mal müssen zusätzliche Millionen von eingereichten Anwendungen untersucht werden. Das wird vermutlich dazu führen, dass Apple zusätzliche Kapazitäten für das Prüfen der Anwendungen aufbringen muss. Bei der Anzahl der Anwendungen inklusive der erneuten Einreichungen und Updates werden dafür Personal und Kosten notwendig sein. Das ganze wird notwendig sein, um die Flut meist ungeeigneter, von Flash umgewandelter Anwendungen abzuwehren. Von ungeeignet rede ich immer von Anwendungen, die nicht für die Bedienung über ein berührungsempfindlichen Bildschrim für das bestimmte Gerät entwickelt wurden.

Wer mir an dieser Stelle nicht glaubt, dass Anwendungen für spezielle Geräte angepasst oder neu entwickelt werden müssen, der möge die geschichtliche Entwicklung des Microsoft Tablet-PC anschauen. Der Hauptgrund für das Scheitern war der fehlende Wunsch die Software (in dem Fall MS Windows und MS Office) für die neuen Geräte und Bedienkonzepte anzupassen. Der Artikel bei Techcrunch beschreibt es sehr gut: Lost: If Microsofties Can’t Live Together, Microsoft May Die Alone.

Viele Entwickler schreiben ihre Anwendungen, die ehemals für das iPhone entwickelt wurden, für das Apple iPad neu. Das hat vor allem mit dem größeren Bildschirm und sich dadurch ergebenden neuen Möglichkeiten der Interaktion mit dem Benutzer zu tun. Natürlich werden auch die iPhone Programme auf dem iPad funktionieren, aber sie werden die Möglichkeiten des größeren Bildschirms, der höheren Auflösung und sich dadurch ergebenden Möglichkeiten der Interaktion nicht nutzen können. Das können wir auch aus der PC-Technologie ableiten. Wer schon mal einen Mac und einen PC benutzt hat, wird vermutlich erkennen, dass die Bedienkonzepte trotz der Tastatur, Maus und des fast gleichen Bildschirms sich deutlich zwischen Microsoft und Apple unterscheiden. Viele für den Apple Mac entwickelten Programme wurden an die Bedienkonzepte des Macs angepasst, was man leider von vielen Windows Anwendungen nicht behaupten kann. Auf der MS Windows Plattform herrscht ein buntes Durcheinander an Bedienkonzepten und Aussehen der Anwendungen. Im Endeffekt ärgern sich die Benutzer, dass sich die Software nicht “Windows gewohnt” bedienen lässt. Dadurch sinkt der Gesamteindruck für die ganze MS Windows Plattform und das will Apple auf gar keinen Fall für ihre gelobten Geräte. Die Apps für das IPhone und IPad sind genau die Bereicherung für die Benutzer auf Basis sehr gut von Apple abgestimmter Technologie, API und Bedienung der iPods, iPhones und jetzt iPads.

Ich fasse das noch einmal zusammen. Die Überflutung des Apples Apps Store mit schlecht bedienbaren Anwendungen, wird den  Gesamteindruck Apples Plattform trüben. Der Aufwand für die Prüfung der Applikationen wird vermutlich immens steigen und die Benutzer werden sich ärgern, dass sie die Anwendungen schlecht bis gar nicht bedienen können. Das wird Einfluss auf die iPhone, iPod und iPad Plattformen und den bis jetzt sehr positiven Eindruck haben. Der negative Eindruck wird sich vermutlich auch auf die Verkaufszahlen auswirken. ENDE!

Ich gehe davon aus, dass ich durchaus viele negative Kommentare zu diesem Blogeintrag bekomme. Ich werde sie alle freischalten, so lange sie auf sachlichen Aussagen basieren. Mit diesem Artikel wollte ich einen Blick aus einer anderen Sicht auf das Thema zeigen und ich hoffe, dass es mir gelungen ist. Ich betrachte die Entscheidung von Apple, “intermediate languages” auszuschließen, neutral und möchte mich weder Apples Entscheidung, noch den Gegnern anschließen. Meine Überlegungen könnten total falsch sein, aber sie könnten auch genau die Gründe für diese Entscheidung von Apple treffen. Nicht ohne Grund habe ich mich auf Adobe und die Flash Technologie bezogen, weil die Entscheidung von Apple aus rationalen oder politischen Gründen vermutlich auf das Erscheinen Adobes Flash CS5 und dessen Fähigkeiten Apple Apps zu erzeugen, bezog. Ich bin auch kein Gegner von Adobe, aber das Thema zielt ziemlich sicher auf Adobe ab.

Weitere konstruktive Berichte zu dem Thema:

Telefonwerbung richtig an die Verbraucherzentrale vermitteln

Vor 20 Minuten hat bei mir ein Computer mit dem Namen “Erich Frankenberg” angerufen. Natürlich wurde keine Rufnummer übermittelt. Er hat mir ganz begeistert mitgeteilt, dass ich bei einem anonymen und kostenlosen Gewinnspiel gewonnen habe. Angeblich habe ich einen Mercedes Cabrio im Wert von über 45.000 Euro gewonnen. Auch Geldpreise wären für mich drin.

Um den Gewinn “abzustauben” muss ich nur unter der Rufnummer “0900/5124610″ (nicht anrufen!) anrufen. Was für ein Glück, dass es sich dabei um eine sehr teure Nummer handelt und ich garantiert in einer unendlichen Warteschleife lande, wenn ich dort anrufen würde. Deswegen auf keinen Fall dort anrufen!

Damit die Herren von dieser illegalen Abzocker-Hotline auch was “gewinnen”, habe ich sie freundlicherweise bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen gemeldet. Ich bitte jeden Leser das selbe zu tun, damit es für die Betrüger richtig teuer wird. Die Seite der Verbraucherzentrale für solche Anrufe ist hier zu finden: Beschwerdeformular: Belästigende Telefonwerbung

Eine andere Möglichkeit die lästigen Anrufer um etwas Geld zu erleichtern ist in Wikipedia auf der folgenden Seite beschrieben: Unerwünschte telefonische Werbung.

Ich empfehle jedem bei solchen Anrufen auf gar keinen Fall aufzulegen, sondern sich schnellst möglich einen Zettel und Stift zu schnappen, und alle Details zu notieren. Die Anrufer wird das richtig gut Geld kosten und die Verbraucherzentrale freut sich immer über etwas Geld. Ich bin schon lange dafür Belohnungen für solche Meldungen zu verteilen.

Dann noch schöne Ostern und natürlich auch für den Computer “Erich Frankenberg”. Er hat Heute gut Geld “verdient”.

Weitere Informationen:

Beim Aufruf von run-app unter OpenJDK 6 und OpenJDK 7 kommt es zu Problemen mit Grails

Beim Aufruf von run-app für Grails aus der SpringSource Tools Suite (STS) habe ich auf einmal die folgende Fehlermeldung erhalten:

Error executing script RunApp: the number of constructors during runtime and compile time for java.lang.ClassLoader do not match. Expected 2 but got 3

Das Problem tritt nur mit OpenJDK auf. Stellt man den JDK auf die Sun-Version, so verschwindet der Fehler wieder und Grails funktioniert wieder. Die STS war bei der letzten Installation so frei sich die openjdk-Variante als JRE unter “Preferences -> Installed JREs” zu wählen und nicht die von Sun.

Fehler behoben und weiter geht es!

Mit aspell eigene Wörterbücher erstellen und automatisch nutzen

Wenn man über ein Fachthema schreiben will, so fehlen in Wörterbüchern der Programme die notwendigen Fachbegriffe. Diese Fachbegriffe wollte ich zentral sammeln und in allen Programmen benutzen, die auch aspell verwenden. Darunter zählt z.B. OpenOffice, Kile, Eclipse Latex Plugin Texlipse, Evolution und viele andere.

Das erstellen eigener Wörterbücher ist in der Zimbra Wiki gut beschrieben. Ich habe den Aufruf etwas angepasst, da ich die Wörterbücher bei mir im Home-Verzeichnis haben wollte und damit auf andere Systeme leicht übertragbar. Auch habe ich mir das Erstellen neuer Wörterbücher etwas vereinfacht, wie es im Folgenden erklärt wird.

Zuerst habe ich mir einen Ordner für die Wörterbücher angelegt:

mkdir ~/documents/dicitonaries

Dieser Ordner soll alle meine angepassten Wörterbücher enthalten und sehr einfach eingebunden werden können.

Um neue Wörterbücher ohne Administratorrechte hinzufügen zu können, habe ich eine multi-Datei ( eine Art include-Datei) “~/documents/dicitonaries/my-de.multi” mit dem folgenden Inhalt angelegt:

# Dateiname: ~/documents/dicitonaries/my-de.multi
include /home/myuser/documents/dicitonaries/informatik.rws

Damit meine multi-Datei auch vom aspell ohne Parameter benutzt wird, musste ich sie im Systemordner in eine passende multi-Datei eintragen. Da mein Wörterbuch für Deutsch gedacht ist, habe ich den folgenden Eintrag in die Datei “/usr/lib/aspell/de.multi” unter Linux und auf dem Mac (installiert mit MacPorts) “/opt/local/share/aspell/de.multi” gemacht:

include /home/myuser/documents/dicitonaries/my-de.multi

Wenn “include” nicht funktioniert, dann einfach “add” probieren:

add /home/myuser/documents/dicitonaries/my-de.multi

Damit die Wörterbücher sehr einfach zu editieren sind, habe ich für jedes Wörterbuch eine Textdatei mit eigenem Namen angelegt im dictionaries-Ordner angelegt. Hier ist ein Beispiel für Informatik (Dateiname informatik.txt):

# ~/documents/dicitonaries/informatik.txt
Informationssicherheit
schützenswert

Der folgende Befehl macht aus der Textdatei ein Wörterbuch-Datei:

aspell --encoding=UTF-8 --lang=de create master ./masterarbeit.rws < masterarbeit.txt

Achtung: Es ist wichtig bei dem Aufruf einen Pfad für die rws-Datei anzugeben, sonst wird der Aufruf nicht funktionieren.

Hinweis: Wer wie ich UTF-8 benutzt, sollte das Encoding beim Aufruf setzen. Aspell verwendet nicht die Systemkodierung und deswegen kommt es zu Problemen mit Umlauten. Ohne das Encoding kommen folgende Fehler bei Verwendung von Umlauten in der Textdabei beim Aufruf der Umwandlung:

Warning: The word "schützenswert" is invalid. The character '¼' (U+BC) may not appear in the middle of a word. Skipping word.

PS: Danke an Matthias für den Tipp mit den eigenen Wörterbüchern

Hoffe damit auch jemanden geholfen zu habe und freue mich über Kommentare.

CMS System Weceem basierend auf dem Grails Framework im Apache Tomcat (Catalina) Servlet Container deployen

Ich habe mir etwas Zeit genommen, um Weceem  auszuprobieren. Weceem ist ein Content Management System (CMS) basierend auf dem Grails Framework. Es kann standalone als Applikation oder als Plugin in einer Applikation betrieben werden. Im folgenden beschreibe ich, wie Weceem standalone in Apache Tomcat benutzen werden kann. Es existiert bereits eine Anleitung auf der Weceem Webseite, aber sie ist sehr spartanisch und deckt einige Details nicht ab. Vor allem fehlt eine Fehlerbeschreibung oder Tipps, falls die Installation nicht erfolgreich verläuft.

Voraussetzungen

Für die Installation werden die folgenden Softwarekomponenten benötigt:

  • Java Version 1.6 (6.0)  oder höher
  • Ein Servlet Container wie Apache Tomcat (Catalina), Jetty oder höher
  • Ein Datenbankserver mit Hibernate Unterstützung wie MySQL oder Postgresql
  • Webceem Standalone Applikation in einer War-Datei

Einrichtung vor dem Deployment (Weceem Version 0.8):

Die folgenden Variablen müssen im System (ausführenden Benutzer) gesetzt sein  (Beispiel für Ubuntu 9.X):


export JAVA_PATH=/usr/lib/jvm/java-6-sun/
export CATALINHA_HOME=/opt/tomcat-6.0.26

Weceem setzt Lucene für die Suche ein. Lucene benötigt einen Ordner für die Index Dateien. Dafür muss der folgende Ordner für den Tomcat-Benutzer Schreibrechte besitzen:


/var/cache/weceem

Die Datenbank-Einstellungen in der Standalone Version sind nicht in dem War-Paket enthalten, da die Einstellungen für jede Installation anders sind. Für MySQL sieht die Datei mit den Einstellungen wie folgt aus (Dateiname z.B. $CATALINA_HOME/conf/weceem.properties):


dataSource.pooled=true
dataSource.driverClassName=com.mysql.jdbc.Driver
dataSource.username=YOURWECEEMUSER
dataSource.password= YOURWECEEMPASSWORD
dataSource.dbCreate=update
dataSource.url=jdbc:mysql://localhost:3306/weceem

Damit Die Konfigurationsdatei für die Datenbank von der Webanwendung gefunden wird, muss sie über die Parametrisierung des Servlet Containers gesetzt werden. Dafür habe ich die Variable CATALINA_OPTS verwendet. Ich habe das Startskript des Tomcats direkt für Testzwecke verändert. Das Startskript ist hier zu finden: $CATALINA_HOME/bin/catalina.sh . Der Eintrag sieht wie folgt aus:


CATALINA_OPTS="-Dweceem.config.location=file:///$CATALINA_HOME/conf/weceem.properties"

Weceem enthält keine Datenbank-Connectoren, da sie meistens unter einer anderen Lizenz stehen. Dieser muss dem Servlet Container (hier Apache Tomcat) hinzugefügt werden. Die Jar-Datei des MySQL-Connectors muss entweder in den Java CLASSPATH Variable aufgenommen werden oder in den Ordner $CATALINA_HOME/lib/ kopiert werden.

Bevor die Anwendung deployt werden kann, müssen vorab die JAVA-Speichereinstellungen angepasst werden. Das kann wieder in dem Catalina Startskript $CATALINA_HOME/bin/catalina.sh geschehen. Das habe ich durch das Hinzufügen der folgenden Variable gemacht:


JAVA_OPTS="-server -Xmx512m -Xms512m -XX:MaxPermSize=256m"

Damit sollten alle notwendigen Einstellungen gesetzt sein. Jetzt muss die War-Datei von Weceem richtig benannt und in den Order $CATALINA_HOME/webapps/ kopiert werden. Das Deployen erledigt Tomcat selber. Nach dem Start des Servlets Containers sollte die Anwendung unter dem folgenden Pfad zu erreichen sein. Für den Test habe ich die Anwendung (War-Datei name weceem.war) weceem genannt:

http://localhost:8080/weceem/

Die Administration der Seite ist unter dem “admin/” Pfad zu erreichen. Benutzername und Passwort sind bei der ersten Ausführung beide auf “admin” gesetzt. Bei mir sieht der Pfad wie folgt aus:

http://localhost:8080/weceem/admin/

Probleme

Meine ersten Versuche waren nicht so erfolgreich. Deswegen sollte bei Probleme, in dem Log-Ordner $CATALINA_HOME/log in der Datei catalina.log nach Fehlermeldungen Ausschau gehalten werden. Die Java-Stacktraces zeigen meistens ziemlich schnell, wo der Fehler liegt.

Quellen und Hinweise:

… Wenn ich Zeit finde, dann übersetzte ich die ganze Geschichte auf Englisch.

Über Texlipse unter Eclipse deutsche Anführungszeichen bei der Eingabe automatisch verwenden

Ich suche jedes mal bei einem neuen Texlipse Projekt unter Eclipse, wo ich die Art der Anführungszeichen auf Deutsch umstellen kann. Natürlich geht die Suche zuerst in den Einstellungen von Texlipse los, da ich es von Kile her kenne. In Kile sind sie unter:

  • Englisch: Settings -> Configure Kile -> Latex -> General
  • Deutsch: Einstellungen -> Kile konfigurieren -> Latex -> Allgemein

zu finden. Eigentlich logisch oder doch nicht? Bei Eclipse sind sie unter Projekteigenschaften.

Voreingestellt bei neuen Projekten von Texlipse unter Eclipse sind englische Anführungszeichen, die sich immer oben befinden. Darum muss man logischerweise unter Projekteinstellungen suchen. Dort findet man dann auch ganz schnell unter

  • Englisch: Project -> Properties -> Latex Project Properties

ganz unten die Spracheinstellungen (Language Settings). Tippt man dort anstatt “en” “de” ein und speichert die Einstellungen, so verwendet Texlipse bei der Eingabe die deutsche Art der Anführungszeichen. Das gilt auch für alle anderen länderspezifischen Eingaben.

Ich hoffe diese kleine Gedächtnisstütze hilft nicht nur mir, wenn die sprachspezifischen Symbole wieder mal benötigt werden.

Ich freue mich über Kommentare von Mitleidenden! :)

Weitere Informationen:

Fehlendes Multitasking und Flash sind ein missverstandenes Feature auf dem IPad!

Zwei große Kritikpunkte zum Apples iPad sind Flash und Multitasking.  Ich möchte diese zwei sehr wichtigen Features aus meiner Sicht erklären. Ab und zu sind Einschränkungen ein Segen und keine Einschränkung.

Multitasking

Multitasking ist auf dem Computern (Laptop/PC) eine super Sache. Du kannst 30 Programme parallel offen haben, Dich von E-Mail, Twitter und RSS Feeds überrollen lassen. Wir wollen natürlich nicht die Instant Messenger wie Skype, ICQ und co. vergessen. Viele benutzen den Computer, um den Eindruck zu machen, dass sie gleichzeitig mit dutzenden Programmen arbeiten können. Sie können Twitter und E-Mail gleichzeitig verfolgen, mit möglichst vielen im Instant Messenger chatten und dabei noch die eigentliche Aufgabe machen. Allerdings kenne ich auch genug Personen, die genau ein Programm offen haben, während sie diese eine Aufgabe voll und ganz ausführen. Ihren E-Mail Client starten sie alle 30-60 Minuten, um zu prüfen was der Spamordner (auch Posteingang genannt) macht. Nutzer mit einem Programm konzentrieren sich auf ihre Aufgabe und machen sie gewissenhaft. Solche Personen werden oft als unfähig beschimpft, aber sie machen genau diese eine Aufgabe mehr als richtig.

Steve Jobs hat nicht ohne Grund die Präsentation so gestaltet. Es saß ruhig in seinem Sessel und hat tolle Dinge vorgeführt, die genau mit diesem Gerät so gut gehen. Es ist kein Mobiltelefon, welches Hektik im Alltag verursacht und dadurch Hektik in sich darstellt. Ein Mobiltelefon klingelt, piepst und schreit ständig nach Aufmerksamkeit. Es ist auch kein Laptop, mit dem man glaubt alles parallel erledigen zu können. Das iPad nutzt das fehlende Multitasking, um den Nutzer seine Aufgabe (Photos schauen, Film schauen, Präsentation erstellen) in Ruhe und ohne Ablenkung zu erledigen. Ich rate jedem und auch Dir mal das Multitasking auf deinem Computer auszuschalten und sich genau auf diese eine und wirklich eine Aufgabe zu konzentrieren. Am besten Photos schauen, ein Film oder einfach mal  eine Internetseite ohne Ablenkung zu betrachten. Es wird Dir ein besseres Gefühl geben und erst recht, wenn Du das auf dem iPad machst, weil das iPad diese Aufgaben besser machen kann. Es ist weder ein Computer, noch ein Mobiltelefon – beiden repräsentieren Hektik und Stress in sich. Das iPad ist weder ein Telefon, noch ein Laptop/PC und damit für Aufgaben des PCs oder Mobiltelefons nicht gedacht. Ich will beim Film schauen, Buch lesen oder Photos anschauen nicht von einem Anruf, Twitter oder Instant Messenger gestört werden!

Flash

Flash ist eine tolle Technologie. Flash hat viele Online Spiele ermöglicht und Videos ins Internet gebracht. Bei Videos ist Googles Youtube der größte Repräsentant. Youtube hat dafür mit dem Start vom IPhone sofort eine Lösung in  Form eines Apps geliefert. Alle anderen Videoanbieter werden nachziehen müssen oder haben das schon längst gemacht. Durch das App kann der Inhalt effektiver über schlechte Mobilfunkverbindungen ausgeliefert werden, weil das App auch dafür optimiert wurde. Es funktioniert einfach besser auf diesem Gerät als eine Internetseite oder Flash. Das Youtube App ist eine Ergänzung (Verbesserung) zu der bereits vorhanden Youtube Seite und ist damit eine Bereicherung für den Nutzer (bessere User Experience), weil die Inhalte in der Form eines Apps besser auf dem IPhone und iPad präsentiert werden.

Allerdings denke ich bei Flash mehr an die katastrophalen Nachteile, die Flash auf vielen Webseiten ermöglicht hat. Dazu zählt vor allem blinkende und nervende Werbung. Diese ist am besten noch mit Musik oder Mouse Over Effekten unterlegt. Das wird bei dem iPad nicht passieren – ja ich freue mich richtig drauf! Du wirst das Web mit anderen Augen sehen, weil Flash nicht funktioniert. Wer das mal testen will, kann einen Flashblocker oder NoScript für Firefox installieren. Vor allem kannst Du Dich auf den Inhalt konzentrieren und das werden auch Anbieter tun müssen, da Flash auf den Geräten einfach nicht funktioniert. Steve Jobs will eine bessere User Experience erreichen und Flash ist an vielen Stellen wirklich keine Bereicherung – wenn nicht an den meisten Stellen aus meiner Sicht.

Natürlich gibt es auch ganz tolle flashbasierte Spiele und flashbasierte Seiten. Aber die Spiele werden nicht die Vorteile von der großartigen Hardware vom IPhone und iPad  nutzen und das ist ein Nachteil. Multitouch ist eine sehr große Bereicherung für die Nutzer solcher Geräte. Die Apps aus dem Apple Store passen sich dem IPhone und iPad an und liefern damit das erwartete optimale Verhalten auf diesen Geräten. Internetseiten in Flash sind zwar eine tolle Sache, aber sie haben einen großen Nachteil. Die Designer vergessen oft das “Keep it simple and clean” Prinzip. Ich mag auch Animationen, aber sie lenken vom Inhalt ab. Sie halten mich vom betrachten der Inhalte ab und zwar so wie ich das möchte. Wenn ich den Text lesen möchte, so interessieren mich die Bewegungen (auch Effekte oder Animationen genannt) gar nicht. Auch will ich schnell auf die nächste Seite springen ohne die 10 Sekunden lange Animation beim Umschalten der Seite zu “erleben”. Oft ist einfach einfach viel besser!

Flash hat seine Daseinsberechtigung und diese möchte ich nicht bestreiten. Wer es allerdings auf dem IPhone und dem iPad besser machen will, der sollte eine App schreiben, um dem Nutzer die Vorteile dieser großartigen Technologie nicht zu versperren. Es wird momentan auf jeden Fall besser sein als jede Internetseite. Auch gibt es genug Einsatzzwecke, in denen Flash noch immer viel besser als HTML in Verbindung mit AJAX funktioniert. Für das IPhone und iPad muss halt eine passendes App geschrieben (bald vielleicht konvertiert) werden.

Warnung: Alle Kommentare bezüglich dem Sinn und Unsinn von Flash werde ich kommentarlos löschen, da sie nicht zum Gegenstand dieses Artikels gehören!

InternetX DNS-Server unter Angriff und Twitter als Informationsquelle

Heute liefen wieder mal größere DDOS (Distributed Denial of Service) Angriffe auf den Provider InternetX. Es war ganz bestimmt reiner Zufall, dass der Angriff Heute an einem Feiertag in Bayern ausgeführt wurde. Um diese Information heraus zu finden, habe ich mir das erste Mal gedanken gemacht – welche Quelle sagt mir unkompliziert, aktuell und schnell was da los ist?

Auf der Webseite von InternetX war natürlich nichts von einer Störung zu sehen. Es wird auch keine Meldung geben, den solche Anbieter lassen lieber die Hotline lahmlegen und die Kunden verärgert, als Information öffentlich auf der für Informationen gedachten Webseite zu stellen. Im Endeffekt findet es eh jeder raus – aber na gut.

Die nächste Idee führte mich zum Heise Newsticker und dem Heise IMonitor. Dort steht leider bis jetzt nichts.

Suchmaschinen sind leider nicht aktuell genug, um solche Informationen heraus zu finden. Eine Suche bei Google führte mich zu den Angriffen vom letzten Jahr. Dabei war sogar ein Twitter Link auf einen Tweet vom letzten Jahr. Twitter – ist das die Lösung?

Das war die Lösung. Das Real Time Web gibt es schon und dieses heißt Twitter. Eine Suche nach  #InternetX auf Twitter förderte mir alle relevanten Informationen zu Tage. Kurz zusammengefasst: #DDOS, #InternetX, viele Leute sauer, viel Gemecker, ….

Die Schlussfolgerung war: Abwarten und InternetX das Problem am Feiertag klären lassen. Da wollte bestimmt jemand die Bayern am Feiertag zum Arbeiten bewegen. :) Alle verärgerten Leute beruhigen und die Hotline nicht belästigen. Sie haben Heute schon genug unnötige Fragen von anderen Leuten gehört.

Real Time Informationen sind schon länger im Internet und die derzeit beste Quelle ist Twitter. Schneller geht es kaum – und für jeden einen Blick wert!

Disclaimer sind nach deutschem Recht Unsinn!

Ich möchte das Thema nicht weiter kommentieren, sondern nur auf eine gute Quelle für diese Information verweisen: Disclaimer: Unnötiger Ballast für E-Mails

Wer allerdings was lustiges und dazu was sinnvolles zu Disclaimern lesen will, der sollte sich den folgenden Artikel anschauen: Disclaimer: Bizarre Stilblüten

An dieser Stelle bereue ich wirklich, dass ich kein Latein in der Schule hatte, wenn auch französisch im Allgemeinen sinnvoller war.

Copyright © 2014 by: Konstantin Filtschew WebLog • Template by: BlogPimp Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.